Die Verarbeitungsverfahren
Löschung magnetischer Datenträger

Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verlangt die unwiderrufliche Löschung schutzwürdiger, personenbezogener Daten. Hierfür stehen uns drei Verfahren für die Behandlung der unterschiedlichen Datenträger zur Verfügung:

Löschung magnetischer Datenträger ( Disketten, Streamer, Cartridges MAZ Bänder)

Nach Trennung der einzelnen Fraktionen in die Wertstoffe:
Papier, Polystyrol, Polypropylen, ABS und Metalle, wird das Bandmaterial mit den gespeicherten Informationen in einem Shredder in ca. 10 cm lange Abschnitte zerkleinert. Ein Förderband transportiert das Schreddergut über einen Permanentmagneten. Eine Andruckrolle aus Aluminium sorgt dafür, dass das gesamte Bandmaterial an den Magneten gedrückt wird. Hierbei findet eine "willkürliche Umformatierung" des Bandes statt und die Daten sind irreparabel zerstört. Anschließend gelangen die Bandabschnitte in einen Presscontainer, wo sie zum einen verwirbelt und zum anderen verpresst werden.

Die Verarbeitungsverfahren
Vernichtung optischer Datenträger

Vernichtung optischer Datenträger ( Mikrofilme, Mikrofiches, Mikrofilmcartridges

Auch bei der Vernichtung von optischen Datenträgern werden im 1. Arbeitsschritt die Wertstoffe aussortiert. Das lose Filmmaterial wird in einer speziell konzipierten Mühle, einer Mischung aus Hammer- und Schneidmühle, über ein 3mm Lochsieb feingemahlen. Die durchschnittliche Korngröße des Mahlguts beträgt jetzt nur noch 1,5mm. Über eine pneumatische Absauganlage gelangen die Partikel in einen Big Bag. Hierbei werden alle Teilchen kräftig verwirbelt. Dieses Mahlgut wird von der Zementindustrie als Brennersatzstoff verwertet.

Die Verarbeitungsverfahren Verwertung von CD's

Verwertung von CD's ( CD, CD-R, CD-ROM, DVD)

Vorbehandlung / Trennung

Die original verpackten CD's werden den Sammel- und Transportbehältern oder den Paletten entnommen und auf Sortierstrecken bereitgestellt.
In Handarbeit werden die Kartons geöffnet und die CD's entnommen. Die Folien werden von den Hüllen entfernt und separat erfasst.
In einem weiteren Schritt werden die "Silberlinge" und die Papieranteile der Hülle entnommen und ebenfalls getrennt erfasst.
Auf diese Weise entstehen die Fraktionen:

• Folie
• Pappen / Papier
• Gehäuse (PS)
• Lose CD
Löschung und Verwertung

Die Löschung der Daten auf einer CD erfolgt entweder durch Zerstörung der Aluschicht mit Mikrowellen, oder durch Einmahlen auf eine Korngröße von ca. 8 mm.
Eine CD besteht zu 99% aus dem Kunststoff Polycarbonat. Nur ca. 1% setzen sich aus Aluminium-, Lack- und Druckschicht zusammen.

Man unterscheidet zwei Arten der Aufbereitung:

Mechanische Entschichtung

Die mechanische Entschichtung kann nur bei unzerkleinerten CDs eingesetzt werden. Mit einer Bürste werden die Lack- und Aluminiumschicht vom Polycarbonat entfernt
Übrig bleibt eine transparente Scheibe, die erst nach der Entschichtung gemahlen wird.
Anwendung findet dieses Verfahren bei der Firma Remedia, Vaale.

Naß-chemisches Verfahren

Dieses Verfahren wird für die Aufarbeitung von Mahlgut eingesetzt.
In einer schwachen Natronlauge werden die Alubedampfung, Druck- und Lackanteile von der CD abgewaschen. Nach dem Waschvorgang steht ein sortenreines, sauberes Polycarbonat zur Verfügung.
Dieses Verfahren wird von der Cypol GmbH, Duisburg eingesetzt.

In weiteren Verarbeitungsschritten wird der gewonnene Kunststoff zu einem Blend (ABS -PC) verarbeitet. Dieses Blend wird in der Automobilindustrie und für die Herstellung von Computergehäusen eingesetzt. Firma Hoffmann & Voß , Viersen

Welche Art der Aufarbeitung angewendet wird, ist abhängig von der freien Kapazität einer Anlage, oder der Art der CDs.